19.06.2026 | Mehr Möglichkeiten in der Praxis: Das bringt die VDI 2700 Blatt 2.1
Mehr Möglichkeiten in der Praxis: Das bringt die VDI 2700 Blatt 2.1
Mit der neu erschienenen VDI 2700 Blatt 2.1 wird die Berechnung von Ladungssicherungskräften um zwei bislang nicht geregelte Sonderfälle erweitert. Damit gibt es erstmals klare Richtlinien für Situationen, die in der Praxis schon lange vorkommen.
Direktzurren mit mehr als zwei Zurrmitteln pro Sicherungsrichtung
Werden beim Direktzurren mehr als zwei Zurrmittel pro Richtung eingesetzt, verteilen sich die Kräfte nicht gleichmäßig. Bisher fehlte dafür eine klare rechnerische Grundlage. Die Richtlinie berücksichtigt nun unterschiedliche Längen und Dehneigenschaften der Zurrmittel und ermöglicht eine Berechnung der tatsächlich sicherbaren Ladungsmasse.
Niederzurren bei überstehender Ladung
Ragt die Ladung seitlich über die Ladefläche hinaus, wird das Zurrmittel über zusätzliche Kanten geführt. Dadurch kommt weniger Sicherungskraft an der Ladung an als beim Niederzurren über nur zwei Kanten. Je nach Situation sind also mehr Zurrmittel oder höhere Vorspannkräfte erforderlich. Durch den Einsatz von zwei Ratschen in einem Zurrstrang lässt sich dieser Effekt aber gezielt kompensieren und die Anzahl der benötigten Zurrmittel reduzieren.
Fazit: Mehr Klarheit für komplexe Situationen und deutlich näher an der Realität auf der Straße.
Du hast Fragen zur Richtlinie oder einem Anwendungsfall? Dann sprich uns gerne an.
Bleib auf dem Laufenden über unsere Aktivitäten und Events, indem du unseren Blog regelmäßig besuchst. Wir freuen uns auf viele weitere gemeinsame Erlebnisse!
Was this post helpful?
Thank you for your feedback!
Comments (0)